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Gestern

Komm mit in die alte Zeit. Wenn's heut' dich so quält ist die Heiterkeit der Vergangenheit das was dir fehlt. Weg von dieser Traurigkeit, die alles umgibt, zurück zur Geborgenheit die damals so lieb. Tage der Zufriedenheit, der Kraft und der Ruh`. Hör`, wie es in dir schreit nach der alten Zeit, hör' dir zu. Im Geiste der Erinnerung da fliegt sich`s so leicht, ach wenn heut` noch morgen wär` und gestern uns bleibt. Geboren als Sonnenschein strahlt unser Licht. Heller als jede Pein, fürchte dich nicht. So tollen wir gen Morgen voller Zuversicht. Doch dort warten Sorgen und ändern die Sicht. Aus Freud` wird Leid, der Freund zum Feind und letztlich steht jeder für sich allein`. Im Nebel der Gegenwart ist jeder Schritt bang. Wer kennt schon den richt`gen Pfad, wer weiß wo lang? Die Augen längst müde, das Leuchten vergeht. Es stellt sich die Frage wie man`s erträgt. Wir waren doch die Kinder der gestrigen Zeit! Verloren im Morgen der Einsamkeit. Wir fürchten den Nächsten, so wie uns selbst und sehnen uns doch nach der Hand die uns hält. Wir suchen im Dunkel der heutigen Zeit den Weg zum Leuchten der Vergangenheit. Solange wir noch suchen ist nichts zu verlieren, wir können ihn finden. Lasst`s uns probieren.
FOGEL F – politischer Liedermacher