← zurück zum Textarchiv

Kinder

Der Homo Sapiens ab der Präadoleszenz hat nen Habitus der sich mir nicht erschließt. Drum forsche ich empirisch ob der Divergenz des kleinen Mündel und adulten Hominis. Ab Genese recht sozial ab Pubertät asozial, folgt er nur seiner Appetenz. Welch Humor des Kreators, dass gerade eben dieser Tor erhält die Erziehungskompetenz. So kommt es wie es kommen muss, die Kinder lernen von uns nur Stuss, denn den haben wir selber so gelernt. Und gelernt ist gelernt, was einmal drin ohne Sinn, wird feierlich geerntet statt entfernt. Ich liebe meinen Nachbarn, naja den dicken Bauch, durch ihn fühle ich mich nicht so fett. Doch jetzt geht er schwimmen, und sieht schon besser aus, warum tut er das, ich brauche ein Korsett. So messe ich mein Glück ausschließlich an des nächsten Leid, und wenn ihr ehrlich mit euch seid, ihr doch auch. Denn so trauriges Wrack auf dem Weg nach bergab: richtig geil, das Ego bleibt intakt. Und ihr Kinder, schaut euch das mal an, wie man sich so hassen kann. Fühl ich mich selbst wie der allerletzte Müll: schalt ich ein bei RTL! Mein Körper schreit nach Döner, mein Herz eher nicht, drum fragt mein Geist mich leise nach Verzicht. Ich könnte mir das sparen, vielleicht geht`s heut´ mal vegan. Für das Klima! Wohl eher nicht. Ich hab halt gern Genuss und bei Fleisch ist bei mir Schluss. Nein ich muss muss gar nichts, außer Fleisch. Und so müsst ihr verstehen, ohne Fleisch wird’s nicht gehen wir wollen lieber schlachten, fressen, anstatt mal hinzusehen. Und ihr Kinder, schaut euch das mal an, wie man innere Konflikte lösen kann. Quält mein Verstand mich immer mit Moral, erst kommt das Fressen und dann... egal. Drogen die sind schädlich, solange man sie nicht nimmt, ein Dübel kann so entspannend sein. Baller` ich synthetisch oder lieber mit Absinth? Was soll der Geiz, es passt ja beides rein. So taumle ich durch den Tag, den ich nüchtern nicht vertrag, die Welt ist schlecht und ungerecht, wenn man nicht zecht. Und die Zeche die zahlt ihr, solange ihr mich liebt. Unsere Liebe ist unsterblich, infinit. Und ihr Kinder schaut euch das mal an, wie man so lustig werden kann. Ich flieh vor den Sorgen in den Rausch und bald macht ihr das auch. Es geht ein Raunen durch das Volk, wie soll man nun verfahren? Wo geht denn unsere Reise jetzt noch hin? Die Situation: Komplett verfahren. Ein jeder rastet aus. Und endlich macht Gewalt wirklich Sinn. Die Waffenlobby, sie jubelt, es sabbert der Oligarch, das Menschenrecht ist mal wieder für den … Männer an die Waffen und Frauen, kommt mal her. Im Kriegsgebiet brauchts ja auch Verkehr. Und ihr Kinder, schaut euch das mal an, wie man Konflikte lösen kann. Gehen euch die Menschen zu sehr auf den Sack, gebt ihnen Knarren, dann knallen sie sich ab.
FOGEL F – politischer Liedermacher