← zurück zum Textarchiv

Panzerfahren

Komm mit in meinem Panzer, wir fahren durch die Stadt. Und was uns in den Weg kommt mach ich platt. Die vielen kleinen Leute werden uns're Beute selber Schuld, wer keinen Panzer hat. Na klar, der Anblick ist manchmal nicht schön: Haut und Knochensalat. Aber du brauchst ja nicht hinzusehen und weiter geht die Fahrt. Du fragst: Warum fahren wir hier 'rum und bringen wahllos all die Menschen um? Hunger, Elend, Kriege, Massengenozide, Plastikmüll, Überbevölkerung Die Wonne aus dem Herzen lacht, der Mensch ist wunderbar. Solange er so weitermacht fahre ich Panzer. Der Eine liebt die Natur und so, der andere Heroin und ganz viel Schnaps so wird ein jeder für sich froh und findet unter meinem Panzer platz. In unserer kurzen Zeit sollte man nach Möglichkeit gönnen, helfen, lieben, zärtlich sein. Nein... Wer das nicht kann, für den hab ich nen Plan, der soll mit mir in meinem Panzer fahren. Plötzlich wird das Leben gut, von allen Seiten Geschrei. Und aus den Poren spritzt das Blut, so geht Einheitsbrei. Der Eine liebt die Natur und so, der andere Heroin und ganz viel Schnaps so wird ein jeder für sich froh und findet unter meinem Panzer platz.
FOGEL F – politischer Liedermacher